VPN – Kurzdefinition

Ein VPN (Virtual Private Network) verschlüsselt die Internetverbindung und sorgt so für mehr Privatsphäre und ein erhöhtes Maß an Sicherheit.

Der Begriff VPN war früher vor allem IT-Experten in großen Unternehmen geläufig, die diese Technik schon lange einsetzen, um zum Beispiel Mitarbeitern im Home-Office sicheren Zugang zu Firmen-Servern zu gewähren. Virtual Private Networks gewinnen aber zunehmend an Bekanntheit und ermöglichen es, öffentliche Netzwerke mit einer geschützten Verbindung zu nutzen.

Wie funktioniert ein VPN?

Ein VPN erzeugt einen sogenannten Tunnel, der die Daten der Nutzer verschlüsselt. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Daten werden am genutzten Endgerät verschlüsselt, über die Internetverbindung an einen speziellen VPN-Server übertragen und erst dort wieder entschlüsselt. Diese Server werden gegenüber genutzten Webseiten oder Diensten dann zum Ursprung von Anfragen. Auf diese Weise lassen sich mit VPN-Verbindungen zum Beispiel theoretisch auch geografische Sperren bei Streaming-Diensten umgehen. Vor allem aber haben die Betreiber der genutzten Internetverbindung – zum Beispiel der Internet Service Provider – keinen Einblick in die Inhalte des verschlüsselten Datenverkehrs.


Die Einrichtung eines VPN kann auf verschiedenen Geräten erfolgen:

  • Router: Viele moderne Router unterstützen VPN-Clients. Die Einrichtung erfolgt in der Regel über die jeweilige Benutzeroberfläche. 
  • Handy: Man kann VPN-Apps herunterladen und die Verbindung bei modernen Smartphones auch oft direkt über die Systemeinstellungen konfigurieren. 
  • PC: Auf Computern kann Software installiert werden, die die VPN-Verbindung herstellt. Die meisten der gängigen VPN-Dienste bieten benutzerfreundliche Software für Windows und macOS an.


Nutzer müssen zunächst jedoch einen für die persönlichen Anforderungen geeigneten VPN-Anbieter ausfindig machen. Es gibt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote. Zu beachten ist, dass kostenlose VPNs oft langsamer sind und sich teilweise durch Werbung oder den Verkauf von Daten finanzieren. Nutzer sollten sich gründlich informieren, bevor sie sich für einen Anbieter entscheiden.

Welche VPN-Verbindungen gibt es?

Es gibt mehrere Arten von VPN-Verbindungen, darunter:

  • SSL-VPN: Nutzt SSL-Technologie, um einen sicheren Zugang über einen Webbrowser zu ermöglichen.
  • Site-to-Site-VPN: Verbindet zwei oder mehr Netzwerke miteinander. Diese Lösung kommt fast ausschließlich bei großen Unternehmen zum Einsatz, die zum Beispiel die lokalen Netzwerke unterschiedlicher Standorte miteinander verknüpfen möchten.
  • End-to-Site-VPN (auch Remote Access VPN): Erlaubt es Benutzern, sich sicher von einem entfernten Standort aus in ein privates Netzwerk einzuwählen.
  • End-to-End-VPN: Baut einen Tunnel zwischen zwei fixen Endpunkten auf – in der Regel einem Endgerät und einem Server.
  • Persönliches VPN: Die gängige Art des VPN für Privatanwender. Genutzte Endgeräte werden dabei mit einem VPN-Server verbunden.

VPN: Vor- und Nachteile

VPNs bieten mehr Sicherheit. Sie empfehlen sich deshalb vor allem für Nutzer, die Wert auf Sicherheit legen oder häufig unterwegs sind. Denn gerade öffentliche Netzwerke in Flughäfen und Hotels sind besonders gefährdet für Hacker-Angriffe und mit VPN-Schutz deutlich sicherer zu nutzen.


VPNs sind in vielen Ländern legal. Aber eben auch nicht in allen. China beispielsweise verbietet die Nutzung von VPN-Diensten. Nutzer sollten sich vor einer Reise deshalb über die lokale Gesetzgebung im Urlaubsziel informieren. Auch die Nutzung von VPNs zur Umgehung geografischer Sperren bei Streaming-Diensten ist nicht grundsätzlich verboten. Je nach Dienst kann sie aber gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Auch hier ist eine vorherige Prüfung nötig.


Sind VPNs ihr Geld wert? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da das individuelle Nutzungsverhalten entscheidend ist. Wer von der Anonymisierung der eigenen Daten regelmäßig Gebrauch macht, profitiert vom Plus an Sicherheit. Grundsätzlich empfiehlt sich jedoch, auf namhafte VPN-Anbieter zu setzen.